Bekömmlicher Buchstabensalat

Ehct ksras! Gmäeß eneir Sutide eneir Uvinisterät, ist es nchit witihcg, in wlecehr Rneflogheie die Bstachuebn in eneim Wort snid, das ezniige was wcthiig ist, ist das der estre und der leztte Bstabchue an der ritihcegn Pstoiin snid. Der Rset knan ein ttoaelr Bsinöldn sein, tedztorm knan man ihn onhe Pemoblre lseen. Das ist so, weil wir nicht jeedn Bstachuebn enzelin leesn, snderon das Wort als gzeans enkreenn.

Ehct ksras! Das ghet wicklirh! So enie shcsiese! Dfüar ghneen wir jrhlaeng in die Slhcue...

 

"Vertauschte Buchstaben beeinträchtigen zwar die Verständlichkeit kaum, die Lesegeschwindigkeit jedoch deutlich..." - diese These wurde im Rahmen ein Forschung der amerikanischen "American Psychological Society" aufgestellt und bewiesen.

Wörter bleiben auch dann problemlos lesbar, wenn die Reihenfolge der Buchstaben vertauscht wird – vorausgesetzt, der erste und der letzte Buchstabe bleiben an ihrer Position. Dass "Word Jumbling funktioniert, hat die Studie anhand 30 Probanden gezeigt und damit eine Behauptung wissenschaftlich bestätigt, die bereits vor etwa drei Jahren im Internet kursierte. Die vertauschten Buchstaben fordern jedoch ihren Tribut vom Leser: Seine Lesegeschwindigkeit sinkt deutlich ab, wobei die Stärke dieses Effekts von der Stellung der Veränderung im Wort abhängt.

"Nach eienr Stidue der Uinverstiaet Cmabridge ist es eagl, in wlehcer Reiehnfogle die Bchustebaen in Woeretrn vokrmomen". Mit diesem Satz begann der Text, der vor gut drei Jahren im Internet die Runde machte. Zwar existiert keine solche Studie der Universität Cambridge, aber das Phänomen ist verblüffend: Fast jeder kann den Satz flüssig lesen, obwohl in kaum einem Wort die Buchstabenreihenfolge korrekt ist. Diesen Text nahmen auch Prof. Rayner und seine Kollegen zum Anlass, um die Lesbarkeit solcher Wörter genauer zu untersuchen. Sie ließen 30 Freiwillige insgesamt 80 Sätze lesen, in denen sie bei rund der Hälfte der Wörter die Buchstaben durcheinandergebracht hatten. Einige dieser Veränderungen betrafen ausschließlich die Mitte des Wortes, andere die ersten Buchstaben und wieder andere die Buchstaben am Ende.

Das Ergebnis: Trotz der subjektiv guten Lesbarkeit der meisten Worte beeinträchtigten die Veränderungen die Lesegeschwindigkeit der Probanden. Handelte es sich bei dem Vertauschten um die Wortmitte, wie es auch im obigen Beispielsatz der Fall ist, nahm die Geschwindigkeit um lediglich 11 Prozent ab. Betraf die Veränderung das Wortende, waren es bereits 26 Prozent, und bei Veränderungen am Wortanfang fanden die Forscher eine durchschnittliche Verlangsamung um 36 Prozent. Die veränderten Anfangsbuchstaben führten sogar dazu, dass etwa die Hälfte der Probanden Schwierigkeiten hatte, einzelne Wörter zu verstehen.

Das zeige, wie wichtig der erste Buchstabe für das Erkennen und Verstehen eines Wortes ist, so die Psychologen. Außerdem gebe es bestimmte Schlüsselbuchstaben in einem Wort, deren Anwesenheit auch unabhängig von ihrer Position für das Verständnis unabdingbar seien. Bereits in früheren Studien habe sich nämlich gezeigt, dass das Ersetzen von Buchstaben die Lesbarkeit eines Wortes extrem beeinträchtigt.

 
Impressionen aus dem Agenturleben