Zeugen Jehovas: Brandaktuell im Zeichen der Zeit

Untenstehendes Bild stammt aus einem kleinen Gemeindeblatt. Stellt Euch eine Doppelseite vor, die rein in Graustufen gedruckt ist, Blocksatz brutal und komplett ohne Bilder. NUR Text. Zweispaltig. Und dann auf einmal mittendrin dieser Pfeil auf einen QR-Code.

Garantiert hat jeder das Ding in der "Nicht-gerade-gering-budgetierten-Anzeige" wahrgenommen. Ob ihn jetzt wirklich viele gescannt haben bleibt im Raum stehen. Denn die Leser des Gemeindeblatts Deizisaus sind sicherlich nicht die Technik-affinste Zielgruppe. Aber gut. Wer den Artikel in Schwerstarbeit durchforstet und wirklich gelesen hat, wird dann aber wohl spätestens bei der verlinkten Website aussteigen: Klick

Der eher langweilige Text auf der noch hässlicheren Website gipfelt dann in einer steilen These ohnesgleichen:

"Würden echte Christen einen Brauch weiterpflegen wollen, um den sich allerhand Legenden ranken und der die Fakten um Jesu Geburt verdreht? Darauf gibt es nur eine Antwort: Nein!"

Aber ich schweife ab... der Punkt ist der: Ich fand den QR Code im Gemeindeblatt gar nicht schlecht: Weil er so ein Eyecatcher ist, dass ihn jeder Idiot sehen MUSSTE. Und selbst wenn man ihn nicht scannt bemerkt man über den kleinen Text, dass er von den Zeugen ist. Wären sie aber jetzt noch schlau gewesen, dann hätten sie unter den Code ein bisschen Text gedruckt, der auch etwas aussagt. - Das haben sie aber nicht. Pech - der Verlag freut sich (hoffentlich) über eine satte Einnahme.

Ich finde es trotzdem zum Schmunzeln, dass eine Sekte es besser versteht QR Codes einzusetzen als Firmen wie Vodafone, die ihn teilweise auf Plakate auf der anderen Seite des Bahngleises drucken. Andere Beispiele wie man die Codes verwenden sollte oder auch lieber nicht, gibt es hier: So funktionieren QR-Codes - Einsatz unter Vorsicht!

Werbeagentur DANUELA entdeckt Zeichen der Zeit: Die Zeugen Jehowas reloaded

 

 

Viel Erfolg wünscht Ihnen


Daniel Heinze

 
Impressionen aus dem Agenturleben